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Pauschale Diät-Empfehlungen fragwürdig

In einer Kohorte von 800 ProbandInnen konnte mittels einer kontinuierlichen Blutzuckermessung gezeigt werden, dass ein Blutzuckeransteig auf identische Mahlzeiten sehr variabel war und entsprechend personalisierte und auf vorangehender Diagnostik basierende Diätempfehlungen deutlich zielführender als pauschale Ratschläge sind.

Zeevi D, Korem T, Zmora N, Israeli D, Rothschild D, Weinberger A, Ben-Yacov O, Lador D, Avnit-Sagi T, Lotan-Pompan M, Suez J, Mahdi JA, Matot E, Malka G, Kosower N, Rein M, Zilberman-Schapira G, Dohnalová L, Pevsner-Fischer M, Bikovsky R, Halpern Z, Elinav E, Segal E. Personalized Nutrition by Prediction of Glycemic Responses. Cell. 2015 Nov 19;163(5):1079-1094. doi: 10.1016/j.cell.2015.11.001. PMID: 26590418.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26590418/
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Vitamin D bei Covid-19 verbesserte Outcome bei hospitalisierten Patienten

In einer randomisierten Untersuchung an insgesamt 76 PatientInnen, die aufgrund einer Infektion mit Sars-CoV-2 stationär behandelt werden mussten, zeigte sich, dass eine Therapie mit Calcifediol (Hormonvorstufe im Vitamin-D-Stoffwechsel) die Wahrscheinlichkeit für eine Intensivpflichtigkeit und Tod deutlich senkte.

Anmerkung: Der Effekt in der Studie ist ungewöhnlich hoch: der primäre Endpunkt Aufnahme auf Intensivstation wurde bei nur 2% (1/50) der Patienten, die Vitamin D erhielten, und 50% (13/26) Patienten in der Kontrollgruppe notwendig. Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit den eindrücklichen Daten epidemiologischer Auswertungen, die für sich stehend keine Kausalität implizieren und keinen Nutzenbeleg zulassen. Leider wird in der hier erwähnten Studie nicht ersichtlich, ob tatsächlich eine Verblindung stattgefunden hat. Außerdem ist die Fallzahl gering und es besteht ein Verzerrungsrisiko, weil in der Kontrollgruppe mehr Patienten mindestens einen Risikofaktor für einen schweren Verlauf hatten. Größere, verblindete, kontrollierte Studien wäre hier sinnvoll und notwendig, um mehr Klarheit zu gewinnen. Diese werden a.e. deswegen nicht durchgeführt (das kann man wohl weit weg von Verschwörungstheorien sagen), weil in Vitamin D keinen finanzieller Anreiz liegt. Eine gut aufbereitete Sammlung verschiedener Studien zu Vitamin D bei Covid-19 gibt es hier: https://vdmeta.com

Entrenas Castillo M, Entrenas Costa LM, Vaquero Barrios JM, Alcalá Díaz JF, López Miranda J, Bouillon R, Quesada Gomez JM. “Effect of calcifediol treatment and best available therapy versus best available therapy on intensive care unit admission and mortality among patients hospitalized for COVID-19: A pilot randomized clinical study”. J Steroid Biochem Mol Biol. 2020 Oct;203:105751. doi: 10.1016/j.jsbmb.2020.105751. Epub 2020 Aug 29. PMID: 32871238; PMCID: PMC7456194.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32871238/
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Hochdosiertes Vitamin C könnte Mortalität bei intensivpflichtigen Patienten mit Covid-19 senken

In einer randomisiert-kontrollierten Pilotstudie an insgesamt 65 schwer betroffenen PatientInnen mit Covid-19 zeigte sich, dass 12g intravenöses Vitamin C alle 12h nach 7 Tagen eine Verbesserung des Horovitz-Quotienten (229 vs. 151 mmHg) und eine deutliche Reduktion der 28-Tages-Mortalität (19.42 vs. 158.00) bewirkte.

Jing Zhang, Xin Rao, Yiming Li et al. Pilot Trial of High-dose vitamin C in critically ill COVID-19 patients, 23 September 2020, PREPRINT (Version 2)

https://doi.org/10.21203/rs.3.rs-52778/v2
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Vitamin D Substitution

Ein Review beschrieb, dass ein Serum Vitamin D Spiegel von mindestens 30ng/ml angestrebt werden sollte, Schwangere, übergewichtige und farbige Menschen ein erhöhtes Risiko für einen Mangel haben, dem Körper im Winter keine nennenswerte Produktion von Vitamin D möglich ist und die Empfehlung zur Substitution für Risikogruppen altersabhängig zwischen 400 IU und 10.000 IU liegt.

Holick MF. The vitamin D deficiency pandemic: Approaches for diagnosis, treatment and prevention. Rev Endocr Metab Disord. 2017 Jun;18(2):153-165. doi: 10.1007/s11154-017-9424-1. PMID: 28516265.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28516265/
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Muskelkraft korreliert mit Risiko für Alzheimer

In einer prospektiven Kohortenstudie an über 900 Senioren zeigte sich, dass während des Follow-Ups von 3,6 Jahren diejenigen häufiger an der Manifestation einer Alzheimer-Demenz (oder eines Mild Coginitve Impairment) litten, die schwächere Muskelkraft in den Armen und Beinen hatten; diese Korrelation wurde auch in anderen Studien gezeigt und könnte dadurch verursacht sein, dass Muskelkraft durch die Integrität des Nervensystems mitbedingt ist, oder wegen pathogenetischer Faktoren wie chronischer Entzündung oder niedriger Steroidlevel, die sowohl Muskelabbau als auch kognitiven Abbau zur Folge haben können.

Boyle PA, Buchman AS, Wilson RS, Leurgans SE, Bennett DA. Association of muscle strength with the risk of Alzheimer disease and the rate of cognitive decline in community-dwelling older persons. Arch Neurol. 2009 Nov;66(11):1339-44. doi: 10.1001/archneurol.2009.240. PMID: 19901164; PMCID: PMC2838435.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19901164/
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Metformin bremst Trainingserfolg aus

In einem RCT an 53 ProbandInnen zeigte sich, dass Metformin, welches möglicherweise Alterungsprozesse hinauszögern kann, den Trainingserfolg von aerobem Training über 12 Wochen hinsichtlich einer Verbesserung der Insulinsensitivität und VO2max abschwächte.

Konopka AR, Laurin JL, Schoenberg HM, Reid JJ, Castor WM, Wolff CA, Musci RV, Safairad OD, Linden MA, Biela LM, Bailey SM, Hamilton KL, Miller BF. Metformin inhibits mitochondrial adaptations to aerobic exercise training in older adults. Aging Cell. 2019 Feb;18(1):e12880. doi: 10.1111/acel.12880. Epub 2018 Dec 11. PMID: 30548390; PMCID: PMC6351883.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30548390/
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Fett wird “abgeatmet”

Auf die Frage “Wenn jemand Gewicht verliert, wohin geht das Fett?” antworteten nur sehr wenige Experten mit: “CO2 (+H2O).

Meerman R, Brown AJ. When somebody loses weight, where does the fat go? BMJ. 2014 Dec 16;349:g7257. doi: 10.1136/bmj.g7257. Erratum in: BMJ. 2014;349:g7782. PMID: 25516540.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25516540/
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HIIT geht flott

In einer Metaanalyse von 13 Studien zum Vergleich von High-Intensitiy-Intervall-Training und moderatem Ausdauertraining zeigte sich, dass beide Trainingsregime ähnliche Erfolge hinsichtlich des Körperfettanteils und Bauchumfangs hatten, HIIT jedoch mit nur halb so viel Zeitaufwand zu bewältigen war.

Wewege M, van den Berg R, Ward RE, Keech A. The effects of high-intensity interval training vs. moderate-intensity continuous training on body composition in overweight and obese adults: a systematic review and meta-analysis. Obes Rev. 2017 Jun;18(6):635-646. doi: 10.1111/obr.12532. Epub 2017 Apr 11. PMID: 28401638.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28401638/
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Psilocybin bei Depression 400% wirksamer als klassische Antidepressiva

In einem RCT an 27 als depressiv definierten PatientInnen zeigte sich, dass eine Behandlung mit dem Indolalkaloid Psilocybin (Inhaltsstoff aus pschedelisch wirkenden Pilzen) nach vier Wochen bei 71% der PatientInnen noch eine klinisch signifikante Verbesserung der Symptomatik bewirkte und gemessen an den Effektgrößen dieser Studie insgesamt circa 2,5x bzw. 4x so groß sind wie Psychotherapie bzw. klassische Antidepressiva.

JAMA Psychiatry. Published online November 4, 2020. doi:10.1001/jamapsychiatry.2020.3285

Davis AK, Barrett FS, May DG, et al. Effects of Psilocybin-Assisted Therapy on Major Depressive Disorder: A Randomized Clinical Trial. JAMA Psychiatry. Published online November 04, 2020. doi:10.1001/jamapsychiatry.2020.3285

https://jamanetwork.com/journals/jamapsychiatry/fullarticle/2772630?resultClick=1

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HIIT macht mehr Spaß als moderates Ausdauertraining

In einem RCT an 26 übergewichtigen Frauen zeigte sich, dass High-Intesive-Interval-Training im Vergleich mit moderatem Training auf einem Ergometer zwar vergleichbare Ergebnisse hinsichtlich der Verbesserung von kardiopulmonaler Fittness ergaben, das HIIT von den Probandinnen jedoch mehr genossen wurde und weniger Zeit in Anspruch nahm.

Kong Z, Fan X, Sun S, Song L, Shi Q, Nie J. Comparison of High-Intensity Interval Training and Moderate-to-Vigorous Continuous Training for Cardiometabolic Health and Exercise Enjoyment in Obese Young Women: A Randomized Controlled Trial. PLoS One. 2016 Jul 1;11(7):e0158589. doi: 10.1371/journal.pone.0158589. PMID: 27368057; PMCID: PMC4930190.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27368057/