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Öffentliche Gesundheit und Sicherheit würden von Abschaffung der Zeitumstellung profitieren

Die American Academy of Sleep plädiert für eine Abschaffung der Zeitumstellung, da diese eine Bandbreite an negativen gesundheitlichen Auswirkungen mit sich bringt, darunter ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle und eine Erhöhung von Entzündungsparametern oder ein um 18% erhöhtes Risiko für medizinische Behandlungsfehler in der Woche nach der Zeitumstellung.

Muhammad Adeel Rishi, Omer Ahmed, Jairo H. Barrantes Perez, Michael Berneking, Joseph Dombrowsky, Erin E. Flynn-Evans, Vicente Santiago, Shannon S. Sullivan, Raghu Upender, Kin Yuen, Fariha Abbasi-Feinberg, R. Nisha Aurora, Kelly A. Carden, Douglas B. Kirsch, David A. Kristo, Raman K. Malhotra, Jennifer L. Martin, Eric J. Olson, Kannan Ramar, Carol L. Rosen, James A. Rowley, Anita V. Shelgikar, Indira Gurubhagavatula. Daylight saving time: an American Academy of Sleep Medicine position statement. Journal of Clinical Sleep Medicine, 2020; DOI: 10.5664/jcsm.8780

https://jcsm.aasm.org/doi/10.5664/jcsm.8780

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Soziale Widrigkeiten in früher Kindheit erhöht Risiko für frühzeitigen Tod

Im Rahmen einer Kohortenstudie an mehr als 1 Million Kindern zeigte sich, dass diejenigen, die beispielsweise in Armut oder einem Kinderheim aufwuchsen oder solche, die ein Elternteil verloren oder psychische Erkrankungen in der Familie erlebten, ein 4,5-fach erhöhtes Risiko für einen frühzeitigen Tod hatten.

Naja H Rod, Jessica Bengtsson, Esben Budtz-Jørgensen, Clara Clipet-Jensen, David Taylor-Robinson, Anne-Marie Nybo Andersen, Nadya Dich, Andreas Rieckmann. Trajectories of childhood adversity and mortality in early adulthood: a population-based cohort study. The Lancet, 2020; 396 (10249): 489 DOI: 10.1016/S0140-6736(20)30621-8

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32798491/
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7-fach erhöhte Wahrscheinlichkeit für Zervixkarzinom bei HIV-Patientinnen mit psychischer Belastung

Bei der Untersuchung von 32 mit HIV und HPV-coinfizierten Patientinnen zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines Zervix-CA innerhalb eines Jahres um 7-fach erhöht war, wenn die Patientinnen größerer psychischer Belastung ausgesetzt waren.

Pereira DB, Antoni MH, Danielson A, et al. Life stress and cervical squamous intraepithelial lesions in women with human papillomavirus and human immunodeficiency virus. Psychosom Med. 2003;65(3):427-434. doi:10.1097/01.psy.0000041620.37866.89

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12764216/
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Soziale Einbettung wichtigster protektiver Faktor für Depression

Aus 106 identifizierten Variablen (Schlaf, Ernährung, Medienkonsum, Umweltverschmutzung, etc.) erwies die soziale Einbettung als wichtigster protektiver Faktor hinsichtlich des Risikos an einer Depression zu erkranken.

Karmel W. Choi, Murray B. Stein, Kristen M. Nishimi, Tian Ge, Jonathan R.I. Coleman, Chia-Yen Chen, Andrew Ratanatharathorn, Amanda B. Zheutlin, Erin C. Dunn, Gerome Breen, Karestan C. Koenen, Jordan W. Smoller. An Exposure-Wide and Mendelian Randomization Approach to Identifying Modifiable Factors for the Prevention of Depression. American Journal of Psychiatry, 2020; appi.ajp.2020.1 DOI: 10.1176/appi.ajp.2020.19111158

https://ajp.psychiatryonline.org/doi/10.1176/appi.ajp.2020.19111158
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“Positive affect” korreliert mit verbesserter Immunantwort nach Impfung

In einer Untersuchung an 84 ProbandInnen zeigte sich, dass eine Hepatitis-B-Impfung bei denjenigen, die verstärkt “positive affect”* aufwiesen, mit einer im Vergleich zu den anderen ProbandInnen verbesserten Immunantwort korrelierte; die AutorInnen vermuten, dass diese Persönlichkeitseigenschaften auch allgemein eine Rolle hinsichtlich des Schutzes vor Infektionen spielen könnten.

* beschreibt am ehesten einen enthusiastischen, aktiven und wachen Zustand, der in Zusammenhang mit dem Persönlichkeitsmerkmal Extraversion gebracht wird.

Marsland AL, Cohen S, Rabin BS, Manuck SB. Trait positive affect and antibody response to hepatitis B vaccination. Brain Behav Immun. 2006;20(3):261-269. doi:10.1016/j.bbi.2005.08.009

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16293394/

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PTSD erhöht Risiko für Autoimmunerkrankungen

Im Rahmen einer retrospektiven Kohortenstudie an 666.269 Veteranen der US-Armee, die in Afghanistan oder dem Irak waren, zeigte sich, dass das Risiko zusätzlich an einer Autoimmunerkrankung zu erkranken, bei solchen, die an einer posttraumatischen Belastungsstörung litten, deutlich erhöht war.

O’Donovan A, Cohen BE, Seal KH, et al. Elevated risk for autoimmune disorders in iraq and afghanistan veterans with posttraumatic stress disorder. Biol Psychiatry. 2015;77(4):365-374. doi:10.1016/j.biopsych.2014.06.015

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25104173/
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Wundheilungszeit durch Stress um 40% verlängert

Zahnmedizinstudierende, die eine kleine Läsion in der Mundschleimhaut erhielten, hatten während einer Prüfungszeit eine um 40% verlängerte Wundheilungszeit bei einer um 68% erniedrigten Produktion von IL-1beta mRNA im Vergleich zu dem gleichen Versuch in den Semesterferien.

Marucha PT, Kiecolt-Glaser JK, Favagehi M. Mucosal wound healing is impaired by examination stress. Psychosom Med. 1998;60(3):362-365. doi:10.1097/00006842-199805000-00025

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9625226/
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Kindesmissbrauch bildet sich epigenetisch ab

Post mortem zeigte sich bei PatientInnen, die Suizid begannen hatten, erniedrigte Level an Glucocorticoid Rezeptor mRNA und gesteigerte Cytosinmethylierung eines neuronen-spezifischen Glucocorticoid Rezeptor Promoters, wenn diese in ihrer Kindheit missbraucht wurden im Vergleich zu solchen, denen dies erfahren mussten; es bildet sich also elterliche Fürsorge in der Regulation von Glucocorticoidrezeptor-Expression epigenetisch ab.

McGowan PO, Sasaki A, D’Alessio AC, et al. Epigenetic regulation of the glucocorticoid receptor in human brain associates with childhood abuse. Nat Neurosci. 2009;12(3):342-348. doi:10.1038/nn.2270

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19234457/

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Optimistische PatientInnen mit onkologischer Erkrankung leben länger

Im Rahmen einer prospektiven Studie zeigte sich, dass optimistische PatientInnen mit Kopf-Hals-Karzinomen länger lebten als solche, die eher pessimistisch waren oder alleine lebten.

Allison PJ, Guichard C, Fung K, Gilain L. Dispositional optimism predicts survival status 1 year after diagnosis in head and neck cancer patients. J Clin Oncol. 2003;21(3):543-548. doi:10.1200/JCO.2003.10.092

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12560447/
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Placebo Kniespiegelungen gleich gut wie echte OP

In einem RCT an 180 PatientInnen mit chronisch-degenerativen Gelenkveränderungen des Knies ergab, dass nach 24 Monaten sowohl die Schmerzwahrnehmung als auch die Funktionalität vergleichbar war, unabhängig davon ob der Eingriff tatsächlich stattgefunden hatte oder die PatientInnen nur vermeintlich operiert wurden und dabei einen kleinen Hautschnitt erhalten hatten.

Moseley JB, O’Malley K, Petersen NJ, et al. A controlled trial of arthroscopic surgery for osteoarthritis of the knee. N Engl J Med. 2002;347(2):81-88. doi:10.1056/NEJMoa013259

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12110735/